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Lernunterstützung

Lernunterstützung

Viele Eltern sind gefordert, ihre Kinder zu motivieren sowie den häuslichen Unterricht und das Arbeitspensum zu strukturieren.

Wir, Nadin Worms und Benjamin Kieslich, beraten Sie dazu sehr gern persönlich und haben anbei einige Tipps zusammengefasst.

Als Mitarbeiter der Schule und auch als Eltern kennen wir die täglichen Herausforderungen im Umgang mit dem Thema „Lernen“. Die derzeitige Situation stellt uns vor eine große Aufgabe, aber auch in der Zeit danach wird uns alle das „Lernen lernen“ weiterhin begleiten.

  • Tipp 1: Bessere Konzentration durch weniger Ablenkung

    Schaffen Sie eine Arbeitsatmosphäre, die Ihren Kindern hilft, sich zu konzentrieren.

    Nur wenn die Aufmerksamkeit nicht von der Aufgabe abgelenkt wird, kann das Gelernte im Kurzzeitgedächtnis gespeichert werden. Das Speichern im Kurzzeitgedächtnis ist eine Grundvoraussetzung fürs Lernen.

  • Tipp 2: Motivation durch Festlegung des Zeitaufwands

    Klären Sie im Voraus mit ihrem Kind, wie lange an der bevorstehenden Aufgabe gearbeitet wird und was danach kommt.

    Das Zeitpensum sollte je nach Alter des Kindes 20 bis 40 Minuten betragen. Danach ist eine Pause sinnvoll. Die Aussicht auf etwas Schönes danach schafft Motivation.

  • Tipp 3: Motivation durch Verständnisklärung

    Wenn es ihnen möglich ist, prüfen Sie bitte vorher unbedingt, ob ihr Kind die Aufgabenstellung verstanden hat.

    Sollte es Fragen geben, lösen Sie die erste Aufgabe gemeinsam mit ihrem Kind. Fehler werden immer gespeichert. Je aufmerksamer der Fehler wahrgenommen wird, desto intensiver wird er gespeichert. Des Weiteren startet ihr Kind deutlich motivierter in die 25 Minuten, wenn es weiß, dass es die Aufgaben kann.

    Wenn Sie neben ihrem Kind sitzen bleiben, vergessen Sie nicht, zwischenzeitlich Anstrengungs- und Arbeitsbereitschaft oder die richtige Lösung einer Aufgabe zu loben.

  • Tipp 4: Motivation durch Loben

    Wenn Sie im richtigen Moment loben, sorgt das für Motivation zum Lernen.

    Lob sorgt für eine Ausschüttung von Glückshormonen wie Oxytocin und Serotonin. Das führt zu einem guten Gefühl und schafft Motivation!

    Loben Sie im Sekundenfenster auf allen Ihnen zur Verfügung stehenden Ebenen.

    • Verbal – z. B. mit der Aussage: „Super!“ oder „Toll gemacht!“,
    • Nonverbal mit Mimik und Gestik – z.B. durch ein Lächeln, einen warmen Gesichtsausdruck, einen zugewandten Oberkörper oder ihre Hand auf dem Arm ihres Kindes.

    Wenn ihnen etwas Positives auffällt, zeigen Sie sofort, dass Sie genau das gut finden. Der Moment und Ihre Reaktion im Sekundenfenster ist entscheidend für die Verarbeitung des Gelobten im Gehirn.

    Die Mutter in diesem Beispiel lobt die Anstrengungsbereitschaft, die gute Lernposition und das Lösen einer schwierigen Aufgabe. Sie lobt nicht nur verbal, sondern auch mit einem warmen Blick und zugewandtem Oberkörper.

    Achten Sie darauf, ob Sie auch ungünstiges Lernverhalten ihres Kindes unbewusst loben. Hier sehen sie ein kleines Beispiel dafür …

    Klar erkennbar an der Körperhaltung des Kindes ist, dass es keine Lust auf das Lernen hat. Dennoch ist der Papa motiviert und redet mit warmer Stimme und zugewandtem Körper auf seine Tochter ein. Loben in diesem Moment wäre falsch, denn im Gehirn der Tochter wird abgespeichert, dass ihr Verhalten richtig ist.

Abschließend eine kurze Zusammenfassung:

  • Schaffen Sie einen Arbeitsplatz, auf dem sich nur das Nötigste befindet.
  • Planen Sie die Zeit fürs Lernen an einem Stück ein (je nach Alter zwischen 20 und 40 Minuten).
  • Planen Sie die Pausenzeit und legen Sie fest, was in der Pause gemacht werden darf.
  • Prüfen sie vor Beginn der Lernzeit, ob ihr Kind die Aufgaben verstanden hat.
  • Erklären Sie nicht am Fehler – Fehler werden auch gespeichert und beeinflussen das Lernen negativ.
  • Loben Sie nicht nur das richtige Ergebnis, sondern auch die Anstrengungsbereitschaft und das gute Lernverhalten. Lob verbessert die Fähigkeit zum Speichern!
  • Genießen Sie die Pause und bieten Sie sich und ihrem Kind ruhig Möglichkeiten an, die nichts mit Medienkonsum zu tun haben. Einige Beispiele hierfür wären Sport, Mandala malen, Lesen, aktive Entspannungsübungen, Kochen, Backen, Musik hören.

Video - Interview zur Bewegung

Lernunterstützung

Benjamin Kieslich
Master of Social Work
benjamin.kieslich ät dspeking.cn
Tel.: 138 1027 5447


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